Vereinsgeschichte

Gegründet wurde der Verein „Frohsinn e. V.“ am 1. Januar 1920.
Bis zum Jahr 1919 gab es in Lerchenfeld einen „Zipfelhaubenclub“. Dies war eine originelle Tischgesellschaft.
Die Vereinsgeschichte leistet sich gelegentlich jene ausgesprochenen Glücksstunden, in denen nicht nur die Hauptereignisse so zueinander passen, als ginge eins aus dem anderen hervor, sondern in denen auch die Begleiterscheinungen stimmen.

So ging dann auch die Auflösung des Zipfelhaubenclubs und die Neugründung des Vereins „Frohsinn“ am 1. Januar 1920 nahtlos ineinander über. Vom Zipfelhaubenclub wissen wir, dass er bereits 1899 einen Maibaum in Lerchenfeld bestückt und aufgestellt hat. Als Gründungsmitglieder kann man folgende Personen bezeichnen:

Ignaz Schwarz, Gründungsvorstand;
Josef Meier, Kassier;
Johann Deuter, Schriftführer;
Peter Freund, Vereinsdiener;
Josef Setzwein, Josef Freund, Engelbert Schindler, Franz Loidl und Martin Lohr.

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In der Versammlung am 7. Januar 1924 wurde der Vereinsbeitrag auf zehn Goldpfennig festgelegt. Im Jahre 1924 waren die Mitglieder des Vereins „Frohsinn“ in Sachen Maibaum wieder aktiv geworden. Genau nach 25 Jahren stellte der Verein am 1. Mai 1924 einen 22 Meter hohen, mit Fahnen und Figuren prächtig geschmückten Maibaum auf.
Am 19. März 1926 veranstalteten die Freiwillige Feuerwehr Lerchenfeld und der Verein „Frohsinn“ gemeinsam im Gasthaus „Grüner Hof“ ein Starkbierfest. Wie man sieht, verstand es schon damals die Lerchenfelder Freiwillige Feuerwehr zusammen mit dem „Frohsinn“ etwas zu veranstalten.
Am 31. Oktober 1926 fand die feierliche Tischstandartenenthüllung im Gasthof „Grüner Hof“ statt.

Sie zeigt auf einer Seite die Inschrift: „Verein Frohsinn Lerchenfeld“; die andere Seite zeigt eine rot-weiße Rautenumrahmung, in deren Mitte zwei Feldlerchen aufsteigen. Somit wurden rot und weiß zu den Vereinsfarben. Ab 1925 hatte sich im Verein „Frohsinn“ eine Theatergruppe etabliert.
Der zweite Weltkrieg von 1934 bis 1945 hinterließ auch beim „Frohsinn“ grausame Lücken. Erst allmählich kam das Vereinsleben wieder in Schwung. Martin Lohr wurde zum ersten Nachkriegsvorstand gewählt. Der Verein zählte zu diesem Zeitpunkt 91 Mitglieder.

Etwas verspätet begehte der Verein am 11. und 12. Oktober 1952 sein 30-jähriges Jubiläum. Am 27. Juni 1959 beschlossen die Mitglieder eine Fahne zu beschaffen. Josef Deuter, Wirt und Herbergsvater war auch der Philosoph unter den Mitgliedern.

Die Inschrift auf der Fahne 10 Small„Was Fröhliche tun, gerät gut“, war ein Teil seines Gedankengutes. Bei der Fahnenweihe stand der Stadtburschenverein Pate.
1960 feierte der Verein seinen 40. Geburtstag. „Zur Zeit der Vereinsgründung habe Lerchenfeld nur wenige Hundert Einwohner gezählt, während heute der Stadtteil auf 5000 angewachsen sei.“ Seit der sechziger Jahre werden größere Vereinsausflüge mit dem Bus unternommen und 1969 gründete der zweite Vorstand Josef Koller eine neue Abteilung im Verein, den Männerchor. Der Verein hatte zu dem Zeitpunkt 160 Mitglieder.
11 SmallZum 50. Geburtstag des Vereins (1970) übernahm Josef Koller die Vereinsleitung. Unter seiner Leitung feierte man dieses Jubiläum am 4. und 5. Juli. Die Feierlichkeiten dauerten zwei Tage und das „Freisinger Tagblatt“ schrieb dazu so treffend: „Frohsinn und Lerchenfeld gehören zusammen“.

Der von Otto Kudrus gegründete Theaterstadel spielte zum ersten Mal am 25. Dezember 1975 den Dreiakter mit dem Titel „Der dalkerte Bua“.
Seit 8. April 1978 führt Franz Vogl das Zepter des Vereins. Zur liebgewordenen Tradition wurde es jedes Jahr am 6. Januar, in St. Lantpert einem feierlichen Gottesdienst beizuwohnen. Die Mitgliederzahl wurde Ende 1978 mit 230 angegeben. Das älteste Ressort, die Brauchtumspflege des Vereins kann 1985 berichten, dass der Maibaum endlich einen neuen Standplatz auf der Nordseite des Gasthauses „Grüner Hof“ erhält. Ende 1985 hatte der Verein den letzten Mitgliederzuwachs zu vermelden, die Mitgliederanzahl stieg auf 262.9 Small

Am 6. Januar 1992 wurde der Beschluß gefasst die Vereinsfahne, die überholungsbedürftig war, zu restaurieren. Ende des Jahres 1992 zählte der Verein noch 258 Mitglieder.  Zur Jahreshauptversammlung 1993 am 6. Januar gab der Vorstand Franz Vogl die neue Satzung und die damit verbundene Eintragung zum „eingetragenen Verein“ (e. V.) beim Amtsgericht Fresing bekannt. Fr. Rosa Koller hat anläßlich der Auffrischung der Vereinsfahne ein herrliches Fahnenband gestiftet.

8 SmallZum 75-jährigen Jubiläum im Mai 1995 veranstaltete der Verein einen Hoagart. Ein Festgottesdienst für den Verein wurde von Hr. Dekan Franz Xaver Huber im Brunnenhof von St. Lantpert zelebriert und am 16. Dezember des gleichen Jahres überreichte Herr Oberbürgermeister Dieter Thalhammer einen zweckgebundenen Scheck, der zur Erhaltung des Brauchtums der Maibaumpflege verwendet werden soll. Ende 1998 verzeichnete der Verein 225 Mitglieder.

80. Gründungsfest im Jahr 2000.

Am 29. April fand im überfüllten Saal des Gasthauses „Grüner Hof“ ein Boarischer Hoagart statt. Am nächsten Tag wurde ein Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Lantpert mit Fahnenabordnungen geladener Vereine abgehalten, anschließend gemütliches Beisammensein und Mittagessen im Vereinslokal „Grüner Hof“. In Verbindung mit der Freiwilligen Feuerwehr Lerchenfeld wurde erstmals in der Vereinsgeschichte ein weiß-blau gestrichener Maibaum aufgestellt. Ende des Jahres 2000 zählte der Verein noch 212 Mitglieder.

Zuletzt möchten wir nochmals die Männer nennen, die den Verein von 1920 bis in unsere Zeit ehrenamtlich leiteten: Ignaz Schwarz (Gründungsmitglied), Josef Setzwein, Martin Lohr, Josef Forster, Josef Holzinger, Anton Schnellhammer, Johann Berger, Josef Koller und Franz Vogl.

 

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